Korrekturen und Ergänzungen

der bisher erschienenen Bände der
Kritischen Hofmannsthal Ausgabe

Seit dem Erscheinen der ersten Bände im Jahre 1975 hat sich der Kenntnisstand, besonders was die nachgelassenen Werke Hofmannsthals und deren Quellen betrifft, erweitert. Auch Druckfehler und andere Errata sind zu korrigieren. Dies soll nach und nach hier geschehen.

SW IX Dramen 7 Jedermann

63,10    euch statt Euch
284,2: Danach: 15,35 Unser sind viele Nach C.F. Meyers Gedicht „Gesang der Toten“ („Denn unser sind viele“).
284,30 III statt II
306,20 Nach 321: sowie SW XV 281,35-44
321,12 Nach Vgl. SW XV 281,16-44 sowie

SW XXVIII Erzählungen I

s. auch Errata-Liste in SWXXIX Erzählungen 2

Das Märchen der 672. Nacht

19,2      luftlose statt lustlose
201,26: Danach: N 3 E IVA 53,36
204,18: Danach: Zwei kurze Notizen zu 30,10-15 und 30,24-27

Reitergeschichte

40,32 Santo Babila besser San Babila
218,4    ihre statt ihr

221,8:   Danach:
1920
8. Januar 1920 an Andreas Thon, Strache-Verlag (Stadtbibliothek Wien I.N. 154441)
Die Abneigung, diese früheren erzählenden Arbeiten gedruckt zu sehen, wäre noch vor Kurzem stärker gewesen, als im gegenwärtigen Augenblick, da ich eine Erzählung, die mich in den letzten Jahren beschäftigte, publiziert habe. Andrerseits müsste ich S. Fischer gegenüber intervenieren, doch würde ich hoffen, seinen Widerstand zu überwinden. In Bezug auf die Ausstattung müsste ich auf Grund früherer Wiener ungünstiger Erfahrungen die Bedingung stellen, der Beratung über Papier, Type und Umschlag zugezogen zu werden. Es handelt sich mir durchaus nicht um Luxus sondern um die Vermeidung des Hässlichen, ganz in dem Sinn vermutlich, in dem Sie selbst bemüht sind.
Mein Honorarvorschlag wäre, 3000 Mark einmal für alle Male. Das Recht die Erzählung späterhin in gesammelte Werke aufzunehmen, steht mir ja gesetzlich zu. Von demselben vor 1924 Gebrauch zu machen, liegt nicht in meiner Absicht.

Erinnerung schöner Tage
225,9:   Danach: Am 23. Juli 1907 liest er es in Welsberg Schnitzler vor (TB Schnitzler).

Lucidor

250,13f. ‚den Staub der Erde vor sich her bliese' Zitat nach Novalis' Tagebuch nach Sophieens Tod, 13. Mai 1797: "Das Grab blies ich wie Staub, vor mir hin". Jetzt in Paralipomena zu den ‚Hymnen an die Nacht'. In: Novalis, Schriften I, 1977, S. 158. Vgl. auch Der Herzog von Reichstadt, SW XXX 229,27f.

Die Frau ohne Schatten
126,17 hältst statt hälst

185,9    wir statt wie
196,2    ihr statt dir

276,4    Danach: Weitere Quelle für Kap. IV, das Auffinden und Betreten der Höhle durch den Kaiser: ‚Von dem Gedächtnis an den Tod und wie man sich nicht an zeitlichen Gütern ergötzen dürfe'. In: FDH/HvH Bibl.: Gesta Romanorum. Das älteste Märchen- und Legendenbuch des christlichen Mittelalters. Aus dem Lat. übertragen, mit Anm. und einer Abhandlung über den wahren Verfasser versehen von Johann Georg Theodor Gräße. 3. Ausg. 1. Hälfte, Leipzig 1905, S. 194f.
Mehrere Motive aus Kap. IV und zur Geschichte des Kaisers finden sich in der 6. Geschichte, I. Buch von Achim von Arnim: Die Kronenwächter. FDH/HvH Bibl.: Mit e. Einl. v. Johannes Scherr. (Deutsche Hand- und Hausbibliothek). Berlin, Stuttgart o.J., S. 74f. Hofmannsthal beschäftigte sich 1912 intensiv mit diesem Roman.

277,33 wesenhaft.] Danach: Eine Tagebucheintragung Hofmannsthals aus dem Jahr 1906 (H VII 10) lautet:
Ich finde dies Wort in den "Geheimnissen" von Goethe:
Von der Gewalt, die alle Wesen bindet
Befreit der Mensch sich, der sich überwindet.
é (Auf diesem Gedanken ist eigentlich die "Frau ohne Schatten" aufgebaut.)ù
Aber dies ist wiederum nur Auserwählten gegeben, den Punkt zu betreten wo die Prüfung über sie kommt. Es sind Stufen und Grade der Einweihung auch hierin. Aber der einfache Mensch, der eines ganzen Herzens ist, kann im innersten Kreise der Geweihten stehen und ahnt es nicht.

433,9: Danach: 166,13-15 Solche...ertragen.] Dasselbe 367,8-10. Wörtl. Zitat aus Dostojewski: Die Brüder Karamasoff. Hofmannsthals Ausgabe, in seiner Bibliothek erhalten: München, Leipzig 1908, S. 724.

432,27: Danach: 156,3 Du...gelöst!] Paul Deussen: 60 Upanishad's des Veda. Leipzig 1897 (FDH/HvH Bibl.), S. 287:
Wenn alle Knoten sich spalten,
Die umstricken das Menschenherz,
Dann wird, wer sterblich, unsterblich.
In der Fußnote dazu macht Deussen auf das wiederholte Vorkommen der "Knoten des Herzens" in den Veden vor und erklärt sie "als die Knoten, welche das Herz mit den Dingen und Verhältnissen der Aussenwelt verknüpfen" (ebd., S. 430).

441.22: Danach: 348,35-38 "seine...Kreislauf."] Wörtl. Zitat aus Dostojewski: Die Brüder Karamasoff, a.a.O., S. 723

 SW XXXIII Erfundene Gespräche und Briefe

Brief an einen Gleichaltrigen

215,12: Anzuschließen:
N 9

an ei<nen> Gleichaltrigen: die Zeit u. die Nation als Felder der Betätigung: die Härte unserer Situation. Die Prüfung unserer Würdigkeit: denn schließlich stehen wir für die andern ein.
FDH/HvH Bibl.: Fülöp-Miller, René und Eckstein, Friedrich: Der unbekannte Dostojewski. München 1926, hinteres Vorsatzblatt. Darunter N 291 zum Turm (SW XVI.2)